Gründungserklärung der Roten Antifa Wien

Gründungserklärung

Die Rote Antifa Wien ist ein Bündnis verschiedener Organisationen und Einzelpersonen,
die sich für den Kampf gegen Faschismus zusammengeschlossen haben. Warum ein
Bündnis? Wer allein kämpft, den werden die Systemerhalter und Systemschützer bald
vernichten. Ein geeinter, solidarischer, zielgerichteter Kampf jedoch wird die Bewegung
stärken und uns unserem Ziel einer sozialistischen Welt sehr viel näher bringen.
Unsere Aufgabe ist der Kampf gegen Faschismus und Rassismus.

Gegen Faschismus zu kämpfen heißt, aufzuzeigen, dass dieser nicht lediglich ein
Bestandteil der Vergangenheit ist, sondern uns tagtäglich begegnet. Der Kampf muss jedoch
darüber hinaus gehen und die Sache an der Wurzel packen:

Ein Teil unserer Arbeit ist es, zu enthüllen, wie Faschismus entsteht und das seine
Existenzgrundlage der Kapitalismus ist. Der Faschismus selbst ist eine besondere Form der
Unterdrückung von ArbeiterInnenklasse und Volksmassen durch das Finanzkapital, also die
Verschmelzung von Bankkapital und Industriekapital und deshalb müssen jene, die sich als
AntifaschistInnen verstehen, auch für die Beseitigung des Kapitalismus eintreten und nicht
beim Kampf gegen Fascho-Banden und -Verbindungen stehenbleiben. Auf der
gemeinsamen Basis des Marxismus kämpfen wir daher für die einzige Alternative zum
bestehenden System: für den Sozialismus! Denn nur der Sozialismus bietet die Basis für
eine Welt, in der die Menschen ohne Unterdrückung und Ausbeutung leben können und in
der Faschismus, Rassismus, Sexismus usw. keine Früchte tragen können und keine
Existenzmöglichkeit haben – wobei der Kampf gegen diese Erscheinungen in verschärfter
Form weitergeführt werden muss, und diese nicht automatisch verschwinden. Deshalb
versteht es sich für uns von selbst, dass wir den Kampf gegen all diese Formen von
Unterdrückung und Diskriminerung als grundlegenden Bestandteil unserer politischen
Arbeit sehen.

Die Rote Antifa Wien hat sich zur Aufgabe gesetzt, auf Faschisierung, Militarismus und
Staatsrassismus aufmerksam zu machen und für den Kampf gegen sie zu mobilisieren.
Ganz besonders wichtig ist es auch, aufzuzeigen, dass Antideutschtum, Antinationalismus und
Solidarität (!) mit den USA, einer führenden imperialistischen Macht, nicht mit
antifaschistischem Kampf zu vereinen bzw. in irgendeiner Weise akzeptabel ist. Was
zeitweilige Kampfbündnisse in konkreten Situationen wie z.B. die Alliierte Koalition gegen
das Hitler-Regime, nicht ausschließt.

Unsere Ziele werden wir im Zuge von Veranstaltungen, Demonstrationen, Schulungen und
im praktischen Kampf auf der Straße der Öffentlichkeit zugänglich machen und umsetzen.

Auf zum vereinten Kampf gegen Faschismus, Kapitalismus und alle Formen und
Instrumente der Herrschaft des Kapitals!

Es lebe die Rote Antifa Wien!

No war but class war!

Alerta, Alerta, Antifascista!

Advertisements

Aufruf zur Kundgebung – Carlo Giuliani – Never Forget! – 20.07.2011 – Yppenplatz, 1160

ERMORDET

für die Interessen des Kapitals

GEDENKKUNDGEBUNG

20. Juli 2011, 16:30, Yppenplatz

Vor 10 Jahren wurde Carlo Giuliani bei den Protesten gegen den G8-Gipfel in Genua ermordet. Im Umfeld des Gipfels kam es zu Massenverhaftungen und Gewaltorgien durch die staatliche Unterdrückungsmaschinerie.

Den höchsten Preis für Widerstand gegen das verbrecherische System des Kapitalismus hat Genosse Carlo Giuliani bezahlt: mit seinem Leben. Ein italienischer Polizist schoss ihm in den Kopf, danach wurde sein Körper von einem Polizeiwagen überrollt.

Wir können und wollen diesen staatlich legitimierten Mord nicht akzeptieren. Der Kampf gegen staatliche Repression kann nur ein Kampf gegen das kapitalistische System sein.

Gedenken wir gemeinsam für den am 20. Juli 2001 ermordeten Genossen Carlo Giuliani.

Grundsätze der Roten Antifa Wien

Grundlagenpapier der Roten Antifa Wien

Die Rote Antifa ist ein Bündnis von Organisationen und Einzelpersonen, welches geeint gegen Faschismus auftritt. Unsere gemeinsame Grundlage im Kampfe bilden folgende Punkte:

1. Wir treten gemeinsam und aktiv gegen den Faschismus auf. Dazu gehört der Kampf gegen faschistische Umtriebe ebenso wie jener gegen Organisationen bzw. Parteien, welche personelle und organisatorische Verflechtungen mit Faschisten aufweisen.

2. Wir treten gegen jede Form von Rassismus auf. Rassismus ist eine Methode der Kapitalisten, die ArbeiterInnenklasse zu spalten, ganz nach dem Konzept „teile und herrsche“. Es ist unsere Aufgabe aufzuzeigen, dass Rassismus deshalb nicht nur ein Erscheinungsmerkmal rechtspopulistischer Parteien ist, sondern auch gezielt von staatlichen und sonstigen bürgerlichen Organisationen angewandt wird.

3. Wir sehen die Ursache für die Verbreitung des Faschismus im kapitalistischen Gesellschaftssystem selbst. Faschismus ist nichts anderes als eine mögliche „Spielart“ der kapitalistischen Herrschaft, eine besonders brutale Form der Unterdrückung der Arbeiterklasse, wenn die bürgerliche Demokratie an ihre Grenzen stößt. Daher verbindet die Rote Antifa ihren antifaschistischen Kampf mit dem antikapitalistischen Kampf.

4. Unsere gemeinsame ideologische Grundlage ist der Marxismus, denn dieser alleine bietet eine Alternative zu diesem kapitalistischen System: den Sozialismus. Erst durch Schaffung einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung werden die Ursachen für das Auftreten von Faschismus, Rassismus, Geschlechterdiskriminierung usw. beseitigt.

5. Zur antifaschistischen Arbeit gehört auch die internationale Solidarität. So stehen wir in Solidarität mit den antiimperialistischen Befreiungsbewegungen sowie in den durch korrupte Marionettenregierungen an den Westen gebundenen und durch den Westen

ausgebeuteten Nationen.

Gemäß diesen fünf Punkten kämpfen wir gemeinsam gegen Faschismus, für eine neue Welt.

Unsere gemeinsame Arbeit beläuft sich auf gemeinsame Aktionen, Veranstaltungen, Aufklärung der Bevölkerung und die stärkere Koordination der antifaschistischen Kräfte in Österreich.

Denn nur wenn wir alle zusammen stehen können wir einen erneuten Aufstieg des Faschismus verhindern!

Wien, 12.07.2011

Advertisements